15. Selbst-Transzendenz Sechs-Stundenlauf in Nürnberg

Der Nürnberger 15. Selbst-Transzendenz Sechsstunden-Lauf veranstaltet durch das Sri Chinmoy Marathon Team Deutschland Mitte März gilt neben dem Troisdorfer 6-Stunden-Lauf Anfang November als der bedeutendste 6-Stunden-Lauf in Deutschland.
Selbst-Transzendez heißt in diesem Fall "über sich hinaus wachsen" nach dem spirituellen Lehrer Sri Chinmoy, dessen Anhänger sich als Gemeinschaft mit Schwerpunkt Ausdauersport sehen.
Beide genannten Läufe zählen mit fünf anderen zur 6-Stunden-Cupwertung der DUV (Deutsche Ultramarathon-Vereinigung). Durch Addition der Kilometer aus den zwei besten Läufen errechnet sich jedes Jahr die Cup-Wertung.

Im Jahr 2010 erlief Rainer Leyendecker bei seiner Premiere solcher Läufe in Nürnberg mit 77,114 km (im Schnitt 4:40 min/km = 12,85 km/h ; Durchlaufzeit bei 50 km 3:37:33 h/m/s) den 3. Platz von 148 Finishern und schaffte im September um den Weißenstädter See im Fichtelgebirge mit 75,935 km den 2. Platz. Damit wurde Rainer Vierter in der Cup-Wertung.

Am Samstag herrschten bei der 15. Auflage des Laufs in den Wöhrder Wiesen östlich der Nürnberger Altstadt trockene, sonnige und windarme Bedingungen. Die flache asphaltierte Runde im Park von 1.522 m Länge war so oft wie möglich zu durchlaufen. Jede Runde wurde am Startpunkt beim Verpflegungsstand gezählt. Nach genau 6 Stunden ertönte das Zielsignal, die Läufer blieben stehen, markierten ihren Zielpunkt mit einem Fähnchen und dann wurden die Restmeter genau vermessen.


Rainer Leyendecker, vor Wochenfrist noch mit 3:34:37 h Deutscher Meister der M55 über 50 km, war am Ende nicht zufrieden mit seinen 75,029 km, die ihm den zweiten Gesamtrang und die Sieg bei den Senioren I (50-59 Jahre) sicherten. Rainer führte souverän das Feld von knapp 160 Läufer/innen bis über die Marathon-Distanz an, musste dann aber Tempo rausnehmen und den späteren Sieger Frank Stephan aus Frankfurt passieren und davonziehen lassen. Der siegte mit 76,399 km, während Rainer Zweiter mit 75,029 km wurde. Das bedeutet fast 49,5 Runden mit einem Schnitt von 4:48 min/km bzw. 12,5 km/h. „Das war der schlechteste 6-er meiner Laufbahn“ haderte der 55jährige Holzkirchener mit seinem Schicksal. Seit Beginn seiner Ultra-Laufbahn im Mai 2009 war das nun seine 21. Veranstaltung. Am kommenden Wochenende will er nur deshalb keinen Ultra laufen, weil es keinen in gut erreichbarer Nähe gibt. Aber in 14 Tagen darf’s dann wahrscheinlich der 50-Kilometer-Lauf von Eschollbrücken sein, den er mit einem Besuch bei seinen Eltern im Saarland verbinden will. Dennoch lief er einen sicheren Vorsprung vor dem Dritten, Ludger Böwer, heraus, der mit seiner Familie in Italien lebt, aber in Deutschland arbeitet, mit 72,978 km.
Bei den Damen siegte Pamela Veith mit 72,857 km vor Antje Müller mit 71,319 km und Imke Constien mit 65,678 km. 

News