Ein Sechsstundenlauf zum Formtest für die Sommer-Ultras

von Rainer Leyendecker - 14.05.2011

Zwei Tage nach dem Halbmarathon lief ich von meinem Arbeitsplatz in Pasing nach Holzkirchen (etwas mehr als die Marathondistanz) und war zuversichtlich, auch schon einen längeren Lauf zu überstehen. So meldete ich abends noch für den 18. Fellbacher 6- und 12-Stunden-Lauf am 14. Mai, und entschied mich klugerweise für die kürzere Variante. Fellbach liegt etwas östlich von Stuttgart und bietet ein bestens organisiertes und familiär betreutes Lauferlebnis. Und der 6-Std. Lauf zählt auch heuer zum 6-Std-Cup der DUV (Dt. Ultramarathon-Vereinigung). Mit An- und Abreise wurde es ein langer Samstag !

Beim Start um 10 Uhr war es schon sonnig warm und bis mittags wurde es richtig heiß, aber dann kamen Wolken und Wind, später Sturm und vor 16 Uhr auch Regen mit einem Temperatursturz auf 10 Grad, was vor allem die schon um 8 Uhr gestarteten 12-Stunden-Läufer die letzten 5 Stunden handicapte. Während auf der langen Strecke 3 Topläufer ins Rennen gingen, die in Bestform schneller als ich sind, fand ich in meinem Teilnehmerfeld zum Glück keine echten Favoriten. Also startete ich zügig und hatte nach rund 2,5 Std. auch meine direkten Verfolger auf der 2.090 m langen Runde überrundet. Da ohne intensivem Training keine Bestzeit drin war, verlangsamte sich mein Tempo, aber so, dass sich kein Verfolger mehr zurück runden konnte.

Und so kam es zu einem bisher einmaligen Ende: Ich gewann mein erstes Rennen als Gesamtsieger und wurde nicht nur Bester meiner Altersklasse, was ja öfters passiert. Nur 40 m fehlten mir beim Schluss-Signal zur magischen 70 km Marke, die ich allerdings schon 3x deutlich überlief. Wie der Zufall so spielt, kann auch ein Trainingslauf zu einem Topergebnis führen ! Also einfach öfters mal an einem Wettbewerb teilnehmen und die Chancen auf tolle Erlebnisse und Ergebnisse damit steigern!

News