100. Jubiläumslauf von Rainer Leyendecker - 131,64 Kilometer in 12 Stunden

  

Für seinen Jubiläumslauf, den 100. Wettbewerb seit 3 r. beim endspurt 3 min. vor schluss_4Laufbeginn Ende 2007 und dem 26. Ultralauf seit gut 2 Jahren, hatte sich Rainer Leyendecker vom RSLC Holzkirchen einiges vorgenommen: 
Beim renommierten 12 Stunden Benefizlauf von Grieskirchen in Österreich (7. Auflage)
 am 18. Juni 2011 wieder unter die besten Drei laufen; in 2010 reichte es bei den dortigen österreichischen Ultrameisterschaften immerhin zum 2. Platz mit 130,25 Kilometer. Nach dem Ausdauertest Anfang Juni beim 24-Stunden-Lauf im Münchner Olympiapark und drei Bergmarathons über Pfingsten,  darunter als Wettbewerb den 12. LTG Liechtenstein Bergmarathon, sollte die Kondition für ein flottes Stadtrennen reichen. Leider spielte das Wetter wie bei den letzten Bewerben wenig mit: Kälte und wieder viel Regen erschwerten allen Athleten das Durchhalten.

131,64 Kilometer stehen am Ende bei der Siegerehrung im strömenden Regen zu Buche - also im Schnitt 5 min 28 Sek. pro Kilometer und 10,97 km/h . Dieses Top-Ergebnis bedeutet momentan in der deutschen 12-Stunden-Bestenliste 2011 sogar Platz 3 und in der Weltbestenliste Platz 20 - nur gut 1 km hinter dem derzeit allerbesten M55er der Welt, einem Russen! Natürlich folgen noch viele 12 Stunden Läufe dieses Jahr und wird Rainer noch um einige Plätze zurück fallen.

Der Originalbericht...

 

                                                                                              Rainer im Schlussspurt

Das Rennen:
Samstag 06.30 Uhr ist Start in der Grieskirchner Altstadt über den 1149 Meter langen Rundkurs. Die Favoriten beobachten sich die ersten Runden. Rainer (geb. 1956) übernimmt bald die Führung und gibt ein hohes Tempo vor und setzt so die österreichische Laufelite wie in 2010 unter gewissen Druck; einige folgen mit kurzem Abstand, andere laufen ihr Tempo. Nach 4 1/2 Stunden sind nur noch 3 Athleten in der gleichen Runde. In der Ultraszene noch unbekannt, läuft Gerhard Kobler (geb. 1965, Ziel 120 Kilometer) zu Rainer auf (in der Teilnehmer-Präsentation kein Ziel angegeben). Der Topfavorit und Lokalmatodor Herbert Lehner (geb. 1968, Ziel 135 Kilometer) fällt zurück. Rainer kann das forcierte Tempo von Gerhard noch mehrere Runden mitgehen, lässt dann klugerweise abr eißen und richtet den Blick auf seine Verfolger.

Bei der Halbzeit hat Gerhard schon eine Runde Vorsprung und nur zwei Verfolger sind eine Runde hinter ihm. Zeit zum Reflektieren über die weitere Taktik: die nächsten 3-4 Stunden konstant durchlaufen, nichts riskieren, bestenfalls den 2. Platz halten und Energie sparen für die entscheidenden Schluss-Stunden. Der Überraschungs-Führende Gerhard zieht konstant zügig seine Runden und überholt Rainer bis zum Schluss mehrmals. Herbert Lehner (Bestzeit hier 130,69 Kilometer) muss mehrmals kurz pausieren und fällt zurück, aber Ludwig Wolf (geb. 1952, Ziel: seine Bestzeit von 128,91 Kilometern übertreffen) kommt immer wieder ran an Rainer. Drei Mal rundet er sich zurück und zieht vor Rainer davon, aber drei Mal gelingt es Rainer, ihn wieder einzuholen. Die letzten 4 Stunden herrscht starker Dauerregen und Rainer glaubt an sich, dieses Handicap gut verkraften zu können. Es ist ein spannendes Finish, bei dem die weiteren Mitfavoriten zurück fallen.

Rainers Ehefrau Marlyn gibt ihm - sehr hilfreich - immer wieder Zwischenstände und Abstände zu den Verfolgern durch. Rund 30 Minuten vor Schluss prophezeit sie ihm, doch noch die 130 Kilometer-Marke knacken zu können. Auch um Ludwig Wolf kaum eine Chance bei seinem Schlussspurt zu lassen, erhöht Rainer die letzten 5 Runden stetig sein Tempo. Bald ist klar, dass er das durchziehen und als Zweiter sogar einen neuen Rekord schaffen wird.

131,64 Kilometer stehen am Ende bei der Siegerehrung im strömenden Regen zu Buche - also im Schnitt 5 min 28 Sek. pro Kilometer und 10,97 km/h . Dieses Top-Ergebnis bedeutet momentan in der deutschen 12-Stunden-Bestenliste 2011 sogar Platz 3 und in der Weltbestenliste Platz 20 - nur gut 1 km hinter dem derzeit allerbesten M55er der Welt, einem Russen! Natürlich folgen noch viele 12 Stunden Läufe dieses Jahr und wird Rainer noch um einige Plätze zurück fallen.

Unter den 57 Startern über die 12 Stunden wird bei seinem 4. Ultralauf souvenäner Sieger Gerhard Kobler mit 137,51 Kilometer, Pfarrer in der Gemeinde Haslach im Mühlviertel, und hinter Rainer darf sich als Dritter auch Ludwig Wolf freuen, denn er schafft mit 129,58 Kilometer auch einen neuen persönlichen Rekord. Bei den Damen siegt Bärbel Hasenjäger aus München mit 97,61 Kilometern.

Über 12 Stunden liefen auch 44 Teams als Zweier-, Vierer- und Zehnerstaffeln mit - und nach der Halbzeit starteten über die 6 Stunden 22 Jugend- und Schülerstaffeln und 43 Einzelläufer. Dabei erreichten zwei Eliteläufer aus Österreich gut 79 Kilometer und die beste Dame fast 73 Kilometer. Trotz recht widriger Wetterverhältnisse wieder ein gelungenes Event mit über 15.000 Euro Spendengeldern zur Unterstützung von Kinder-Projekten.



                                                                             Rainer mit seinem zuschauerfreundlichen Wiesel

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