40. Berlin-Marathon

Der Berlin Marathon war dieses Jahr ein wenig überschattet vom Bombenanschlag in Boston. Aus diesem Grund wurden die Sicherheitsvorschriften verschärft. Alles fing damit an, dass bei der Startnummernausgabe der Ausweis vorgezeigt werden musste. Nach Entgegennahme der Startnummer verließ man augenblicklich den Bereich. Beim Verlassen bekam man von Helfern ein Armband verpasst, dass aber in der Folge nicht mehr kontrolliert worden ist. Jedenfalls war es wasserfest, so dass ich vor dem Lauf am nächsten Morgen noch duschen konnte und man sich so wieder voll und ganz auf das eigentliche Ziel, der Teilnahme an dieser vierzigsten Ausgabe dieses Laufs durch die deutsche Hauptstadt, konzentrieren konnte.
Der Lauf wurde aus den besagten Sicherheitsgründen dieses Jahr auch eine viertel Stunde vor der eigentlichen Zeit gestartet. 34.377 Teilnehmer fieberten dem Start entgegen und wurden in drei Wellen auf die Strecke geschickt. Die erste Gruppe startete bei niedrigen Temperaturen um 08:45 Uhr. Nach anfänglichem Gestolper mussten dann erst einmal die verlorenen Sekunden wieder aufgeholt werden. Die gesamte Strecke war gesäumt von Zuschauern, die ihrerseits begeistert applaudierten. Mehr als siebzig Musikgruppen feuerten die Läufer mit lauter Musik an und auf ungefähr der Hälfte der Distanz wartete ein Powerbar-Streckenbogen mit Energiegels auf die Läufer. Was aber für das vordere Feld noch zu einer willkommenen Stärkungen führte, präsentierte sich für das hintere Feld als klebriger Teppich, der einem dann fast die Schuhe auszog.
Bis zum Ziel ging es auch im vorderen Feld eng zu und man musste jederzeit aufpassen, dass man niemanden in die Hacken trat und dass man sich in einer engen Kurve nicht zu weit ins Kurveninnere drängen ließ und so auf eventuelle Bordsteine aufpassen musste.
So ein Marathon ähnelt dann mal wieder dem wahren Leben: Der Läufer erlebt Höhen und Tiefen und gewinnt an Erfahrung, um es dann beim nächsten Mal vielleicht ein wenig besser machen zu können.
Der RSCL war mit Michael Schulze auch vertreten. Er blieb noch unter einer Zeit von 03:10:00 und erreichte nach 03:08:22 das Ziel. Damit landete Michael auf den 2326. Platz (395. Platz der M45).

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